Prof. Dr. med Rainer Weber Arzt für HNO-Heilkunde | Nasennebenhöhlen  |  Allergologe  |  Plastische Operationen

Information und Therapie zur Nasenspülung

Nasenspülungen werden bei einer Vielzahl von Nasen- und Nasennebenhöhlenerkrankungen empfohlen, z.B. als zusätzliche Therapie bei chronischer Rhinosinusitis, allergischer Rhinitis, zur Therapie und Vorbeugung (Prävention) bei akuter Rhinosinusitis, zur Nachbehandlung nach Nasennebenhöhlenoperation.
Angenommen wird die Verbesserung der Schleimhautfunktion durch

  • Die direkte physikalische Reinigung durch das Ausspülen von zähem Schleim, Krusten, Debris, Allergenen, Luftschadstoffen etc ,

  • Die Entfernung von Entzündungsmediatoren und 

  • Die Verbesserung der mukoziliaren Clearance durch Verbesserung der Flimmerschlagfrequenz .

Zur Nasenspülung werden eine Vielfalt von Nasenduschen und Nasenspülkannen angeboten. Sinnvoll sind Nasenduschen, die ein ausreichend großes Spülvolumen (ab 200ml) besitzen und zusammendrückbar (komprimierbar) sind.
Zur Nasenspülung grundsätzlich geeignet sind isotone und leicht hypertone (bis ca. 3%) Salzlösungen mit und ohne Pufferung.
Das bekannteste Nasenspülsalz in Deutschland mit hoher Pufferkapazität ist Emser Salzâ. Es
enthält neben zahlreichen Spurenelementen die Ionen Kalium, Magnesium, Calcium, Chlorid, Sulfat und Carbonat sowie als Leitsubstanz Natriumhydrogencarbonat (ca. 80%). Es ist in Lösung schwach alkalisch mit einem pH von 8,5-9,2. 
In einer Reihe von Untersuchungen zeigte sich, dass eine isotone Emser Salz-Lösung die Schleimhautfunktion (mukoziliare Clearance) mehr verbesserte und die Regeneration des Flimmerepithels mehr fördert als isotone Kochsalzlösung.

 

 

Information und Therapie zur Nasenspülung

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